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BMD- und DATEV-Export für Versicherungsmakler

Ja, tranmaris übergibt Buchungen als Datei an den Steuerberater: Courtage, Storno und Zahlungen landen automatisch im Buchungsjournal, der Monatslauf erzeugt daraus einen Buchungsstapel für BMD (NTCS) oder DATEV (EXTF) und schreibt die enthaltenen Belege fest. Eine Live-Schnittstelle zu BMD oder DATEV gibt es nicht, und gebucht wird weiterhin in der Kanzlei.

Buchungsjournal: eine Quelle für alle Exporte

  • Ein Journal als einzige Quelle aller Exporte — der Stapel für BMD und der für DATEV zeigen für eine Periode dieselben Zahlen
  • Courtage, Storno und Zahlung werden in derselben Transaktion gebucht wie der Vorgang selbst, nicht nachträglich
  • Ein Datensatz ist ein Buchungssatz „Konto an Gegenkonto“; der Betrag ist immer positiv, die Richtung steht in Soll/Haben
  • Ein Storno dreht die Seite und lässt die Ursprungsbuchung unangetastet
  • Das Belegdatum entscheidet über die Periode: Eine im Januar nacherfasste Dezember-Buchung gehört in den Dezember

Belegnummernkreise und Kontenrahmen

Format

KREIS-JAHR-LAUFNUMMER, zum Beispiel CO-2026-000123. Der Kreis steht vorn, damit die Kanzlei den Stapel danach gruppieren kann.

Kreise im Einsatz

CO für Courtage-Erlöse, ST für Stornos, ZA für Zahlungseingänge. MA ist für Handbuchungen vorgesehen.

Lückenlos

Der Zähler wird in der Buchungs-Transaktion hochgezählt. Bricht die Buchung ab, rollt die Nummer zurück. Die Journal-Ansicht weist Lücken je Kreis aus.

Nie abgeschnitten

Läuft die Stellenzahl über, wird die Nummer länger statt gekürzt — eine gekürzte Nummer wäre nicht mehr eindeutig.

  • Kontenrahmen als Daten: Kategorie, Konto und Steuerschlüssel sind im System unter Einstellungen → Buchhaltung pflegbar, nicht im Programmcode
  • Jede Änderung an der Kontierung steht im Audit-Trail, weil sie auf jeden künftigen Export wirkt
  • Fehlt eine Kontierung, bricht die Buchung sichtbar ab — es wird nicht still auf ein Sammelkonto gebucht
  • Die Grundausstattung orientiert sich am österreichischen Einheitskontenrahmen und ist als Arbeitswert gekennzeichnet; die Kanzlei legt die endgültige Kontierung fest

BMD-Export und DATEV-Export im Überblick

BMD NTCS (Primärformat)

CSV mit Semikolon, deutschem Datum und Betrag, UTF-8 mit BOM. Spalten: Satzart, Mandant, Konto, Gegenkonto, Belegdatum, Belegnummer, Betrag, SollHaben, Steuercode, Kostenstelle, Buchungstext, Währung. Vor dem Export wird geprüft: Mandantennummer, doppelte Belegnummern, fehlende Konten, nicht positive Beträge, zu lange Belegnummern, ungültige Daten.

DATEV EXTF

Buchungsstapel im Format EXTF (Kategorie 21) mit Umsatz, Soll/Haben, Konto, Gegenkonto, Belegdatum, Belegfeld 1 und Buchungstext. Ein Stapel umfasst genau ein Wirtschaftsjahr; reicht der Zeitraum über zwei, bricht der Export mit einer Meldung ab.

Generisches CSV

Als drittes Format für Kanzleien, die weder BMD noch DATEV nutzen oder die Zuordnung selbst übernehmen.

Festschreibung und Korrektur-Lauf

  • Der Monatslauf holt die Journalzeilen der Periode, baut den Stapel, protokolliert den Lauf und schreibt die enthaltenen Zeilen fest — alles in einer Transaktion
  • Das Protokoll hält Periode, Format, Belegzahl, Summe, Dateiname und eine SHA-256-Prüfsumme der Datei fest
  • Festgeschriebene Zeilen sind unveränderlich; Korrekturen laufen über eine Gegenbuchung
  • Ein zweiter Export derselben Periode ist nur als Korrektur-Lauf mit Begründung möglich; die Datei trägt dann den Zusatz KORREKTUR im Namen
  • Der Export ist eine ausdrückliche Aktion und kein Download-Link, den ein Vorschauabruf oder ein Reload auslösen könnte
  • Eine Periode ohne Buchungen liefert einen Stapel mit Kopfzeile, nicht „keine Datei“ — ein leerer Monat bleibt von einem vergessenen Export unterscheidbar

Kostenstelle je Standort

  • Jede Journalzeile erbt den Standort über den Kunden und dessen Kostenstelle, sofern sie am Standort gepflegt ist — niemand ordnet nachträglich zu
  • Die Kostenstelle steht als eigene Spalte im BMD-Stapel und im CSV
  • Der Monatslauf mit Festschreibung ist der Buchhaltung mit Konzernsicht vorbehalten; ein Standortleiter kann ihn nicht auslösen und keine fremden Standorte festschreiben
  • Schnell-Downloads ohne Festschreibung laufen auf den eigenen Standort gefiltert

So lässt sich der Stapel eines Maklerkonzerns je Standort auswerten, ohne dass jemand Belege nachträglich zuordnet.

Was tranmaris hier nicht tut

  • Keine eigene Finanzbuchhaltung, kein Jahresabschluss, keine Umsatzsteuer-Voranmeldung. Gebucht wird beim Steuerberater, tranmaris liefert den Stapel.
  • Keine Live-Schnittstelle zu BMD oder DATEV: Die Übergabe erfolgt als Datei.
  • Das BMD-Layout ist das gängige Standard-Layout „Buchungssätze“. Verlangt eine Kanzlei ein abweichendes Importlayout, wird der Export-Baustein angepasst, nicht das Journal.
  • Die DATEV-Datei enthält derzeit weder Kostenstelle noch BU-Schlüssel; die Kostenstelle liegt im BMD-Stapel und im CSV.
  • Ausgangsrechnungen, Eingangsbelege und Kassabuch sind als Belegkreise angelegt, werden aber noch nicht ins Journal gebucht.
  • Buchungen aus der Zeit vor Einführung des Journals werden nicht rückwirkend journalisiert; für einen Umstieg braucht es einen Saldenvortrag oder einen einmaligen Nachlauf.

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Stand: 26. Oktober 2026 · NEPTIQ Software Solutions